Applied Kinesiology

AK ist eine ganzheitliche alternativmedizinische Untersuchungs- und Therapiemethode, die von ihrem Begründer Chiropraktor George J. Goodheart 1964 (1918-2008) benannt wurde.

Unter den Begriff „Professionelle Applied Kinesiology“ (PAK) ist dieses Verfahren von International College of Applied Kinesiology (ICAK) für Anwender geschützt. Die Applied Kinesiology darf ausschließlich nur von Therapeuten mit einem Abschlussexamen oder Überprüfung in einem medizinischem Beruf ausgeübt werden. Damit kann sie als einzige von allen „kinesiologischen“ Metoden bei körperlichen Leiden angewendet werden.

Die Ausbildung ist von International College of Applied Kinesiology USA geregelt. Die Ausbildungsnachweise werden nach einem bestimmten Lernprogramm und den Prüfungen ausgestellt. Die kontinuierliche Weiterbildungen sind von ICAK geregelt und überwacht. In Deutschland  übernimmt die Verantwortung dafür die Deutsche Arztegesellschaft für Applied Kinesiology – DÄGAK.

Applied Kinesiology in der Anwendung

Die AK basiert  auf der manuellen Testung von Muskeln, funktionellen neurologischen Tests und diagnostischer Provokation (Challenges). Laut der Anwender ist es eine einzigartige diagnostische und therapeutische Methode, die es erlaubt, aufgrund von Muskelfunktions-analyse  für die konkrete Person und deren Organismus in der konkreten Lebenssituation die effektivste Behandlungsart zu bestimmen.

Die Anwender von AK untersuchen vielseitig den betroffenen Menschen, seine Statik, Bewegung, Gang, Bewegungausmaß und die statische und dynamische Palpation. Sie analysieren alle Dysbalansen in strukturellen und organischen Systemen. Diese können die Folge von funktionellen Reflex-Störungen sein, aber auch die organische Störung reflektorisch spiegeln.

Das äußert sich meistens in einer eigenartigen Muskelreaktionsschwäche, manchmal aber auch in spastischen Reaktionen. Der AK-geschulte Therapeut soll diese Reaktionen erkennen und beheben können.

 

Die Grundprinzipen der Applied Kinesiology

  • Der menschliche Körper ist ein einheitliches System struktureller, chemischer, energetischer und mentaler Prozesse, die sich ständig gegenseitig beeinflussen und in einander übergehen.
  • Jede Person befindet sich im ständigen Wechsel von Stoffen, Energie und Information.
  • Jeder Mensch hat innere unbewusste Vorstellungen, wie er richtig aufgebaut und organisiert ist, und wie er richtig funktionieren soll. Der Organismus hat seine besondere innere Matrix, seine eigene innere Organisation und seine Beziehung zur Umwelt.
  • Der Körper hat ein natürliches Verlangen nach Selbstregulation, Selbstheilung und innerem Gleichgewicht.
  • Das Symptom ist  keine Erkrankung. Es ist in der gegebenen Situation die günstigste Kompensation der Störung, wenn der Körper alle anderen Kompensationen ausgeschöpft hat. Die Störung kann sich weit von der betroffenen Stelle  befinden.
  • Es ist wichtig, nicht die Erkrankung zu bekämpfen, sondern die Ursache der körperlichen Adaptationsstörung zu beseitigen und die Gesundheit wiederherzustellen.
  • Jeder Muskel im menschlichen Körper hat eine Beziehung zu  bestimmten Organen, Wirbeln, neurolymphatischen und neurovaskulären Reflexen, Akupunktur-Meridianen oder chemischen und emotionalen Zuständen.
  • Per Muskeltestung ist es möglich, den Zustand von inneren Organen, Wirbeln, Nerven und den Funktionen des Körpers zu bestimmen und Fehlabläufe zu korrigieren.
  • Der physiologische Muskeltest hilft, den Ort und die Art und Weise der Anwendung zu bestimmen, damit die natürlichen inneren Prozesse im Organismus die Selbstheilung erreichen und das innere Gleichgewicht optimieren.

Der Muskeltest ist eine Möglichkeit der konstanten biologischen Rückkopplung mit dem Körper. Damit kann die Richtigkeit der diagnostischen und therapeutischen Befunde des Behandlers immer überprüft werden.